Die Welt von oben

12.03.2018

Die Welt von oben

Fliegende Messplattformen – Geodäsie startet Hightech-Drohnen

In der geodätischen Messtechnik werden seit einiger Zeit fliegende Messplattformen auf der Grundlage von UAV (= Unmanned Aerial Vehicles) entwickelt. Die UAV (gefördert durch den BMBF) sind in der Lage 3D-Vermessungen sehr mobil und mit großer Präzision (mm-Genauigkeit erreichbar) durchzuführen. Hierzu werden am Institut für Geodäsie zwei UAV (mdMapper der Firma Microdrones, Video 1) mit hochauflösenden Digitalkameras und präzisen Positionierungssensoren (GPS- und Inertialsensoren) zur exakten Bestimmung der aktuellen Fluglagen eingesetzt, welche bspw. im Tandem um ein Objekt fliegen können und damit eine effiziente Erfassung von Geometriedaten ermöglichen. Mögliche Anwendungen sind im Bereich von digitalen Gebäude- oder Baustellenmodellen aber auch beim Monitoring von Bauwerken (z.B. Schadensdetektion) gegeben.

Die hohe Synchronisationsgenauigkeit der Digitalkameras ermöglicht auch die Vermessung von dynamischen Prozessen. Im vom BMBF geförderten Projekt WOBeS (Kooperation mit IWAR) sollen die UAV genutzt werden, um von der zeitvarianten Flüssigkeitsoberfläche in Belebungsbecken zeitlich und räumlich referenzierte 3D-Oberflächenmodelle der Blasenmuster abzuleiten. Zielsetzung ist hierbei, möglichst frühzeitig Schädigungen an den am Boden eines Beckens installierten Membranbelüftungselementen zu erkennen.

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