Bioökonomie im Rhein-Main-Gebiet

09.12.2019

Bioökonomie im Rhein-Main-Gebiet

Im Innovationsraum BioBall starten die ersten Forschungsprojekte

Im Innovationsraum BioBall starten die ersten Forschungsprojekte – darunter TransRegBio unter Leitung von Prof. Dr. Liselotte Schebek, TU Darmstadt.

Im feierlichen Rahmen wurden am 05. Dezember 2019 die Förderurkunden im Namen des Bundesministeriums für Bildung und For-schung durch den parlamentarischen Staatssekretär Dr. Michael Meister überreicht.

Übergabe der Förderurkunden im Peter-Behrens-Bau des Industriepark Höchst: Parlamentarischer Staatssekretär Michael Meister, die Projektkoordinatoren Liselotte Schebek und Thomas Bayer und weitere TransRegBio-Partner*innen. Foto: Institut IWAR
Übergabe der Förderurkunden im Peter-Behrens-Bau des Industriepark Höchst: Parlamentarischer Staatssekretär Michael Meister, die Projektkoordinatoren Liselotte Schebek und Thomas Bayer und weitere TransRegBio-Partner*innen. Foto: Institut IWAR

Der Innovationsraum BioBall – Das Rhein-Main-Gebiet auf dem Weg in die Bioökonomie

Das Konzept der Bioökonomie steht für die Umstellung der industriellen Produktion von fossilen auf nachwachsende Rohstoffe. Diese Transformation ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz, muss aber im Einklang stehen mit der Ernährungssicherheit einer wachsenden Weltbevölkerung. Der Innovationsraum BioBall hat sich zum Ziel gesetzt, den Technologie- und Strukturwandel hin zu einer bioökonomischen Wirtschaftsweise in der Metropolregion Frankfurt/ Rhein-Main voranzutreiben und somit ein anschlussfähiges, nachhaltiges und in andere Regionen übertragbares Modell einer bioökonomischen Wertschöpfung zu entwickeln. Dafür stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Fördermaßnahme „Innovationsräume Bioökonomie“ bis zu 20 Mio. € zur Verfügung. Innerhalb von fünf Jahren sollen in unterschiedlichen FuEuI-Projekten (Forschung, Entwicklung und Innovation) Technologien für die Bioökonomie erforscht und zu innovativen Wertschöpfungsketten weiterentwickelt werden.

TransRegBio – Bewertung und Gestaltung des Transformationsprozesses

Das Verbundprojekt „Transformationsanalyse und Gestaltungskonzepte für eine regionale Bioökonomie“ (TransRegBio) dient als Querschnittsprojekt, in dem zum einen die wissenschaftliche Begleitung der FuEuI-Projekte stattfindet und zum anderen Modelle, Werkzeuge und Konzepte für die Bewertung und Gestaltung einer regionalen Bioökonomie entwickelt werden.

TransRegBio setzt sich dabei mit den folgenden Fragestellungen im Detail auseinander: Was sind Hemmnisse und Treiber für die Markteinführung von bioökonomischen Technologien? Welche Umweltwirkungen haben die bioökonomischen Technologien im Lebenszyklus? Und: Welchen Einfluss hat die durch bioökonomische Technologien verursachte Biomassenachfrage auf der makroökonomischen Ebene auf Phänomene wie die Landnutzung, biologische CO2-Speicherung und Biodiversität?

Die von den sieben Projektpartnern entwickelten Methoden und Erkenntnisse fließen in Instrumente und Handlungsleitfäden für Akteure der Bioökonomie ein.

INFOBOX – TransRegBio

PROJEKTKOORDINATION:

Institut IWAR – Fachgebiet Stoffstrommanagement und Ressourcenwirtschaft der TU Darmstadt

KOOPERATIONSPARTNER:

DECHEMA e.V.; Provadis Hochschule; right. based on science; Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung; Universität Kassel – Center for Environmental Systems Research; Thuenen-Institut – Institut für Marktanalyse

PROJEKTLAUFZEIT:

Phase 1: Dez. 2019 – Nov. 2022 (genehmigt)

Phase 2: Dez. 2022 – Nov. 2024

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