Forschungsprojekt INSITU

Forschungsprojekt INSITU

Projektbezeichnung Optimierung der Strafverfolgung durch Mobilcomputer-basierte Vor-Ort-Beschreibung komplexer Auffindesituationen
Akronym INSITU
Koordinator Dr. Sebastian Knop, Kriminaltechnisches Institut des Bundeskriminalamtes
Projektpartner
  • Institut für Numerische Methoden und Informatik im Bauwesen, TU Darmstadt
  • Bundeskriminalamt KT-24
  • bayoonet AG (Assoziierter Projektpartner)
  • Landeskriminalamt KTI Berlin (Assoziierter Partner)
  • Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen (Assoziierter Partner)
  • Bayerisches Landeskriminalamt (Assoziierter Partner)
Laufzeit 01. Juli 2018 – 30. Juni 2021
Fördergeber Bundesministerium für Bildung und Forschung
Projektinhalt Unsere zivile Ordnung sowie Sicherheit unterliegen einer ständigen Gefährdung durch Kriminalität, Terrorismus und Extremismus. Kommt es zu einem sicherheitsrelevanten Ereignis, ist es die Aufgabe der Strafverfolgung, den oder die Täter und Tatzusammenhänge zu ermitteln sowie künftige Straftaten zu verhindern. Die Erhebung aller Befunde, deren Zusammenführung, Auswertung und Weitergabe sind dabei zeitkritische Vorgänge. Derzeit existiert kein technisches Werkzeug, das eine kohärente Vor-Ort-Erfassung und -Beschreibung komplexer Auffindesituationen erlaubt. Zusätzlich ist die Tatort- und Ermittlungsarbeit häufig durch eine Vielzahl an manuellen Prozessschritten gekennzeichnet. Eine bedarfsgerechte, informatische und prozesslogische Unterstützung dieser Tätigkeiten findet bisher nicht statt.
Ziel des Forschungsprojekts ist es, diese Lücke durch die Entwicklung eines Mobilcomputer-basierten Systems (INSITU) zur Vor-Ort-Beschreibung komplexer Auffindesituationen zu schließen. INSITU ist durch die vier Kernfunktionen „vernetzt“, „multimodal“, „qualitätsgesichert“ und „Mobilcomputer-basiert“ charakterisiert. Zentrales Element von INSITU ist ein räumlich-semantisches Datenmodell basierend auf Technologien und Konzepten des Building Information Modeling. Dieses Modell dient der Zusammenführung aller vor Ort erfassten Daten und wird durch ein formalisiertes Prozessmodell der durchzuführenden Tätigkeiten komplementiert. Die Aufnahme der Daten erfolgt multimodal mit Hilfe von Mobilcomputern und Sensoren (z.B. Tiefensensoren, Kameras). Die vernetzte Bereitstellung des Modells erlaubt eine parallele Datenaufnahme durch mehrere Personen. Ergänzt durch maschinelle Prüfmechanismen wird die Qualität der Daten und Abläufe gesichert und die schnelle, kontextsensitive Weitergabe von Informationen ermöglicht.
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