Graduiertenkolleg KRITIS

Graduiertenkolleg KRITIS

Projektbezeichnung Graduiertenkolleg „Kritische Infrastrukturen: Konstruktion, Funktionskrisen und Schutz in Städten“
Akronym Graduiertenkolleg KRITIS
Koordinator TU Darmstadt, FB Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften, Institut für Geschichte, Fachgebiet Neuere und Neuste Geschichte
Projektpartner
  • TU Darmstadt, FB Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften, Institut für Geschichte, Fachgebiet Neuere und Neuste Geschichte (Sprecher)
  • Universiteit Utrecht, Human Geography and Planning – Economic Urban Transitions (Sprecher)
  • TU Darmstadt, FB Bau- und Umweltingenieurwissenschaften, Institut für Numerische Methoden und Informatik im Bauwesen
  • TU Darmstadt, FB Bau- und Umweltingenieurwissenschaften, Institut Bahnsysteme und Bahntechnik
  • TU Darmstadt, FB Architektur, Fachgruppe Stadtplanung, Fachgebiet Entwerfen und Stadtentwicklung
  • TU Darmstadt, FB Architektur, Fachgruppe Stadtplanung, Themengebiet Raum- und Infrastrukturplanung
  • TU Darmstadt, FB Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften, Institut für Geschichte, Fachgebiet Technikgeschichte
  • TU Darmstadt, FB Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften, Institut für Geschichte, Fachgebiet Mittelalterliche Geschichte
  • TU Darmstadt, FB Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften, Institut für Philosophie, Fachgebiet Technikphilosophie
  • TU Darmstadt, FB Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften, Institut für Philosophie, Fachgebiet Technikphilosophie
  • TU Darmstadt, FB Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften, Institut für Politikwissenschaft, Arbeitsbereich Vergleichende Analyse politischer Systeme und Integrationsforschung
  • TU Darmstadt, FB Informatik, Ubiquitous Knowledge Processing (UKP) Lab
Laufzeit Oktober 2016 – März 2021
(Eine Verlängerung um weitere 4,5 Jahre wird angestrebt)
Fördergeber Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Projektinhalt Untersuchungsgegenstand des Kollegs sind Kritische Infrastrukturen (KRITIS) in Städten: Das Funktionieren von Städten steht in enger Abhängigkeit von technischen Systemen z.B. der Ver- und Entsorgung, der Kommunikation und des Transports, die als „Nervensysteme“ moderner Städte gelten. Ausfälle oder Störungen können unangenehm sein und sogar zu dramatischen Krisen führen, die Leib und Leben von Stadtbewohner_innen bedrohen. Die wachsende Verwundbarkeit moderner (Stadt-)Gesellschaften führt man üblicherweise auf unterschiedliche Ursachen zurück: Einerseits sind in den letzten Jahren externe Bedrohungen durch Naturkatastrophen, Terroranschläge und Cyberangriffe in den Blick gerückt; andererseits ergeben sich Risiken auch aufgrund der zunehmenden Komplexität und wechselseitigen Vernetzung der Systeme.

Die KRITIS-Forschung orientiert sich an drei Leitfragen:
• Welche Infrastrukturen werden als „kritisch“ identifiziert und warum?
• Welche Funktionskrisen und Bedrohungslagen der Systeme sind festzustellen?
• Wie schützt die Gesellschaft sich und ihre Infrastrukturen?

Das Kolleg geht diese Fragen an und bildet drei Forschungsschwerpunkte: Konstruktion Kritischer Infrastrukturen, bei der untersucht wird, welche technischen und funktionalen Anforderungen und sozialen und politischen Zuschreibungen relevant bzw. „kritisch“ sind und inwieweit diese je nach historischem und räumlichem Kontext variieren; Funktionskrisen Kritischer Infrastrukturen, bei denen Fehler städtischer Infrastrukturen untersucht werden, einschließlich der Bedingungen ihrer Vulnerabilität oder Resilienz; und Strategien zum Schutz Kritischer Infrastrukturen, wo die Fragestellungen darin liegen, wie der Schutz vor und die Vorbereitung auf infrastrukturelle Funktionskrisen organisiert werden oder werden können (Prävention und Präparation) und welche räumlichen und zeitlichen Faktoren zu berücksichtigen sind.
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