Projektbezeichnung
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Seismische Bemessung von Lehmmauerwerkswänden in Wandebene |
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| Akronym | LehmBeben |
| Projektpartner |
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| Laufzeit |
01.06.2026 – 30.11.2028 |
| Fördergeber | Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, WIR!-Bündnis GOLEHM |
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Forschungsfeld |
M+M (E+E > Energy + Environment, I+I > Information + Intelligence M+M > Matter + Materials) |
| Projektinhalt |
Das Forschungsvorhaben thematisiert das Trag- und Verformungsverhalten von Lehmmauerwerkswänden unter Erdbebenbeanspruchung in Wandebene (In-Plane) mit dem Ziel, ein entsprechendes, in die Norm integrierbares Bemessungskonzept zu entwickeln. Als Norm für den tragenden Lehmmauerwerksbau existiert mittlerweile die DIN 18940, die die grundlegende Bemessung regelt. In einigen Themengebieten ist diese Bemessungsnorm allerdings momentan noch nicht ganz vollständig. Dazu gehört auch die Erdbebenbemessung tragender Lehmmauerwerkswände, die bislang weder normativ geregelt ist noch einen wesentlichen Bestandteil der aktuellen Forschung bildet. Das Forschungsvorhaben setzt somit am aktuellen Wissenschaftsstand an und befasst sich mit einer Forschungslücke, deren Relevanz aufgrund der stetigen Weiterentwicklung (potentiell größere Gebäudehöhen) von Lehmmauerwerksbauten weiterhin steigen wird. Die Motivation für das Forschungsvorhaben besteht daher im weiteren Voranbringen des massiven Lehmmauerwerksbaus, indem Grundlagen zur Erdbebenbemessung tragender Lehmmauerwerkswände geschaffen werden, die zur Ausweitung der Normung beitragen können. Dazu werden im Laufe des Projekts experimentelle und numerische Untersuchungen zum In-Plane-Tragverhalten kleiner Prüfkörper sowie geschosshoher Lehmmauerwerkswände durchgeführt, wobei die erdbebentechnisch relevanten Eigenschaften von Lehmmauerwerkswänden bestimmt und ihre Einflüsse auf die Erdbebentragfähigkeit analysiert werden. Basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen werden anschließend Bemessungsverfahren in Anlehnung an EC 8 bzw. DIN 4149 entwickelt, indem bestehende Konzepte zur Erdbebenbemessung von konventionellem Mauerwerk auf Lehmmauerwerk angepasst werden. Ziel ist ein Bemessungsverfahren, welches an die bestehenden Lehmmauerwerks- und Erdbebennormen anschlussfähig ist und in neue, überarbeitete Normenfassungen mit einfließen kann. Das Ergebnis des Forschungsvorhabens wird damit einen wichtigen Beitrag für die Weiterentwicklung des tragenden Lehmmauerwerksbaus leisten. |