Forschungsprojekt Trans4Biotec

Projektbezeichnung Know-how-Transfer in der Abfallwirtschaft zur Entwicklung neuer Biotechnologie-Anwendungen in Entwicklungsländern
Akronym Trans4Biotec
Koordination TU Darmstadt, Institut IWAR, FG Stoffstrommanagement und Ressourcenwirtschaft
Projektpartner
  • Universität Nangui Abrogoua (Abidjan, Côte d’Ivoire)
  • Universität Cadi Ayyad (Marrakech, Marokko)
  • Universität Abdelmalek Essaadi (Tétouan, Marokko)
  • Eigenbetrieb für kommunale Aufgaben und Dienstleistungen (EAD)
  • Jager GmbH
  • Jager Biotech GmbH
Laufzeit 01.01.2017 bis 31.01.2021
Fördergeber
  • Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
  • Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)
Projektinhalt Die Bewirtschaftung von Siedlungsabfällen stellt nach wie vor in Entwicklungsländern ein erhebliches Problem dar. Derzeit besteht die Behandlung von Siedlungsabfällen in vielen dieser Länder aus einer gemeinsamen Sammlung aller Abfallfraktionen in einem Sammelgefäß und einer anschließenden Deponierung dieser Abfälle. Von einer Abfallbewirtschaftung im Sinne des Kreislaufwirtschaftsgesetzes kann daher bisher noch keine Rede sein.
Im Rahmen des Lehr- und Forschungsprojektes Trans4Biotec soll am Beispiel Marokkos und Côte d‘Ivoires untersucht werden, wie der existierende Umgang mit den vorhandenen Siedlungsabfällen, im Sinne einer nachhaltigen Abfallbewirtschaftung, verbessert werden kann. Dabei wird zunächst über eine Bestandsaufnahme der Ist-Zustand der Abfallbewirtschaftung aufgenommen und anschließend, im Rahmen von Workshops mit Stakeholdern der Abfallbewirtschaftung, über Optimierungspotenziale diskutiert. Zudem soll untersucht werden, ob sich biologische Siedlungsabfälle der beiden Entwicklungsländer für eine anaerobe Behandlung zur Erzeugung biobasierter Produkte eignen. Hierbei soll neben den biologischen Abfällen auch Deponiesickerwasser untersucht werden. Auf Grundlage der durchgeführten Untersuchungen zur Abfallbewirtschaftung und zur Eignung der biologischen Abfälle sollen Handlungsempfehlungen zur Optimierung der existierenden Abfallwirtschaftssysteme der teilnehmenden afrikanischen Städte bzw. Stadtteile erstellt werden.

Neben den genannten Forschungstätigkeiten ist auch die Ausbildung von wissenschaftlichen Nachwuchs ein Hauptziel dieses Projektes. An drei kooperierenden afrikanischen Universitäten Nangui Abrogoua (Abidjan), Abdelmalek Essaâdi (Tétouan) und Cadi Ayyad (Marrakesch) werden Lehrveranstaltungen im Themenbereich der Kreislauf- und Abfallwirtschaft angeboten, die nach Projektende weiter vor Ort von den teilnehmenden Universitäten fortgeführt werden sollen. Dadurch soll eine Verstetigung der erzielten Projektergebnisse sowie der Aufbau einer nachhaltigen Abfallwirtschaft erreicht werden.