Leitfaden

Allgemeine Informationen

Auf dieser Seite finden Sie

  1. Informationen zum Promotionsauschuss
  2. Unterscheidung verschiedener Rechtsverhältnisse während einer Promotion
  3. Informationen zum Thema Promovieren mit Kind

I. Der Promotionsausschuss

Der Promotions- und Habilitationsausschuss des Fachbereichs 13 besteht derzeit aus folgenden Vertretern:

Prof. Dr.-Ing. J. Schneider (Vorsitz), Prof. Dr. B. Schmalz, Prof. Dr.-Ing. H. J. Linke, Prof. Dr.-Ing. M. Vormwald, Dr.-Ing. K. Boxheimer (Wiss. Mitarbeiter), F. Heil (Studierender)

Sitzungstermine des Promotionsausschusses

Die Promotions- / Habilitationskommission tagt in der Regel immer am selben Tag wie der Fachbereichsrat (zeitlich vor den FBR-Sitzungen).

Termine im WiSe 2019/20 Termine im SoSe 2020
06. November 2019 13. Mai 2020
11. Dezember 2019 17. Juni 2020
12. Februar 2020 15. Juli 2020
  
Bitte dran denken: Die einzureichenden (vollständigen) Unterlagen müssen 21 Tage vor der Sitzung im Dekanat eingegangen sein.

II. Unterscheidung verschiedener Rechtsverhältnisse

Allgemein lässt sich in Beratungssituationen feststellen, dass die verschiedenen Rechtsverhältnisse während der Anfertigung einer Doktorarbeit dem Doktoranden nicht immer deutlich sind. Das Wissen um diese ist jedoch wichtig. Generell wird unterschieden zwischen dem

  • Betreuungsverhältnis
  • Promotionsverhältnis
  • Arbeitsverhältnis

Diese drei Verhältnisse sind getrennt voneinander zu betrachten.

Betreuungsverhältnis: Der Betreuer (Doktorvater/-mutter) ist die Person, die Sie meist seit Beginn der Promotionsphase berät und unterstützt. Das Thema und der Betreuer ist im „Antrag Annahme als Doktorand“ zu benennen. Dieser Betreuer kann im Verlauf Ihrer Dissertation aus verschiedenen Gründen wechseln. Wenn Sie Ihre Dissertation hier am Fachbereich einreichen wollen, muss ein Betreuer hauptamtlicher Professor des Fachbereichs sein!

Promotionsverhältnis: Das Promotionsverhältnis besteht mit der Universität / dem Fachbereich. Denn später ist es die Universität bzw. der Fachbereich, welche formal gesehen die Prüfung abnimmt und sie promoviert, also den Titel verleiht. Deshalb ist es wichtig, im (möglichen) Fall eines Wechsels, Zerwürfnisses oder Ausscheidens des Betreuers schon relativ zu Beginn (wenn das Thema / die Fragestellung steht) den Antrag auf Annahme zu stellen. Erst ab Antrag auf Annahme sind Sie für den Fachbereich und die Universität als Doktorand anerkannt. Wenn der Promotionsausschuss Sie als Promovend angenommen hat, läuft eine 5-Jahres-Frist bis zur Abgabe der Arbeit. Das heißt, zwischen der Annahme als Doktorand und der Eröffnung des Promotionsverfahrens sollen in der Regel nicht mehr als fünf Jahre liegen.

Arbeitsverhältnis: Unabhängig davon ist das Arbeitsverhältnis anzusehen. Wie Ihre Stelle finanziert ist (Landesstelle, Drittmittelprojekt, Stipendium, Extern) ist für Sie persönlich natürlich wichtig aber für das Promotionsverfahren ist die Annahme als Doktorand durch den Fachbereich das ausschlaggebende. In der Regel ist ihr Chef auch ihr Betreuer, und je nach Vertrag steht Ihnen eine gewisse Zeit Ihrer Arbeitszeit rein für die Promotion frei. Ein übliche Formulierung ist z.B. …im Rahmen der übertragenen Forschungsaufgaben wird die Gelegenheit zur selbstbestimmten Forschung eingeräumt. Hierfür steht … der Gesamtarbeitszeit zur Verfügung.

Weiterführende Literatur: Simon Sieweke: Die Rechte des wissenschaftlichen Nachwuchses im Rahmen der Promotion in: JuS (Zeitschrift Juristische Schulung) 2009, Heft 3, Seite 283 ff.

III. Promovieren mit Kind

Eltern sein und Wissenschaft lassen sich vereinbaren!

Promovieren mit Kind wird an der TU Darmstadt unterstützt und die Universität bemüht sich weiterhin, gute Bedingungen für (werdende) Eltern zu schaffen und zu diese weiter auszubauen.

Ansprechpartner

Servicestelle Familie

Ellen von Borzyskowski +49 6151 16-2827 Carolin Verena Zink+49 6151 16-4527 Karolinenplatz 5 64289 Darmstadt.

Das Rückkehrgespräch: Der Blick nach vorne::

Sprechen Sie auf jeden Fall offen mit Ihrem Betreuer, dass Sie weiterhin Unterstützung für Ihr Promotionsvorhaben brauchen und interessiert sind, Ihre Promotion zu Ende zu führen! Das sind wichtige Signale, die Sie an Ihren Betreuer senden und Sie können gemeinsam überlegen, wie Sie weiter verbleiben wollen. Das Dezernat hat für diesen Fall den Leitfaden für das Rückkehrgespräch entworfen. Das Rückkehrgespräch kann geführt werden, wenn sich Mütter und Väter in Elternzeit befinden und Ihre Rückkehr planen, aber auch vor dem Mutterschutz oder der gewünschten Elternzeit.

Wie geht es mit meinem Vertrag weiter?

Für (werdende) Mütter oder Väter, die auf einer befristeten Qualifikationsstelle promovieren, ist wichtig zu wissen, was passiert wenn in der Elternzeit der Vertrag ausläuft oder ob die Elternzeit auf die Befristung angerechnet wird. Informieren Sie sich bitte hier bei der Servicestelle Familie Beratung.

Holen Sie sich unbedingt über folgende Themen aktuelle Informationen ein

  • Mutterschutz, Mutterschaftsgeld, Stillzeit
  • Elternzeit, die Dauer und die Finanzierung
  • Erziehungsgeld
  • Kinderbetreuung

Informationen hierzu finden Sie auf folgenden Seiten:

Übersicht Beratungsstellen (TU + in Darmstadt)

Checklisten für Mütter und Väter

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Elterngeldrechner

Leitfaden zum Mutterschutzgesetz Die Broschüre bietet eine Darstellung der wesentlichen Aspekte des Mutterschutzes

Elterngeld und Elternzeit Die Broschüre informiert Sie ausführlich über die gesetzlichen Regelungen zum Elterngeld und zur Elternzeit.

Kinderbetreuung an der TU Darmstadt

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Ihr Kind in die Kinderbetreuung zu geben:

Ad-hoc-Betreuung: das heißt: Ihr Kind wird betreut, wenn die normale Betreuung ausfällt.

Eltern-Kind-Räume: Es gibt spezielle Eltern-Kind-Räume in der Mensa Stadtmitte und auf der Lichtwiese. Ein Wickeltisch, eine kleine Küche, eine Kuschel-, Schlaf- und Spielecke und ein Tisch mit Hochstühlchen stehen bereit.

UNIKITA der Technischen Universität Darmstadt

Kinderhotel: Die Kinder (zwischen 6-12 J) werden von ihren Eltern am Freitag ab 17.30 Uhr gebracht und am Samstag um 10.00 Uhr wieder abgeholt.

Weitere Informationen unter: Kinderbetreuung an der TU Darmstadt

Karriere mit Kind? Ist das überhaupt möglich?

Es ist an dieser Stelle natürlich unmöglich, generelle Prognosen auszusprechen, da sehr viele Faktoren und entsprechende Konstellationen im Einzelfall zum Tragen kommen. Auch wollen und können wir hier nichts beschönigen.

1. Deutschland steht im Ländervergleich immer noch schlecht da, wenn es um das Thema Vereinbarkeit von Familie und Karriere geht. Trotzdem wollen wir Mut machen und dem Phänomen entgegenwirken, dass besonders (werdende) Mütter „auf dem Weg zur Promotion verloren gehen“, wie es so schön umgangsprachlich heißt.

2. Es gibt leider immer noch einen strukturellen Mangel an qualifizierter und bezahlbarer Kinderbetreuung in Darmstadt und Umgebung. Die TU Darmstadt bemüht sich mit den Bau neuer Kindertagesstätten hier einen Beitrag zu leisten.

3. Dazu kommt leider, dass besonders (werdende) Mütter häufig mit unglaublichen Vorurteilen und überholten Vorstellungen des Mutterseins konfrontiert werden.

Unser Appell an Sie Lassen Sie sich nicht verunsichern. Grenzen Sie sich (z.B. als Mutter) gegebenenfalls von tradierten gesellschaftlichen Denkmustern ab, dass Sie „zum Wohle des Kindes die ersten Jahre zu Hause verbringen müssten“ oder „dass Sie Ihre persönliche Entwicklung über das Wohl des Kindes stellen würden“. Wenn Sie das Kind in Betreuung geben und weiter an Ihrer Dissertation arbeiten, schaden Sie ihrem Kind nicht! Machen Sie sich bewusst, dass Väter gewöhnlich diesen Verdächtigungen nicht ausgesetzt sind. Gehen Sie Ihren eigenen Karriere-Weg, welcher Weg auch immer das sein mag.

4. Suchen Sie sich Vorbilder. Mutterschaft ist kein Ausschlusskriterium für eine wissenschaftliche Karriere! Wie schaffen es aber Frauen, ihre wissenschaftliche Karriere und Kinder unter einen Hut zu bringen? Zu dieser Frage wurde mit Prof. Macha ein kurzes Interview im Deutschlandfunk geführt (aus dem Jahr 2002). Das Interview finden Sie hier: Jung, weiblich, Akademikerin, Mutter: Wie Wissenschaftlerinnen Mutterschaft und Karriere unter einen Hut bringen

5. Promovieren mit Kind verändert natürlich auch die Promotionsverläufe und Karrierewege von erziehenden Vätern. Grenzen Sie sich (z.B. als Vater) von der Vorstellung ab, nur mit einer 60 Stunden Woche erfolgreich arbeiten zu können. Experimentieren Sie mit dem Elternzeit-Modell, z. B. einen Tag in der Woche ganz zu Hause zu bleiben.

6. Überlegen Sie, wie lange Sie Elternzeit beantragen möchten und wie ein Wiedereinstieg aussehen könnte. Bitten Sie gleichzeitig um flexiblere Arbeitszeiten. Die Wissenschaft bietet die Möglichkeit zu flexiblen Arbeitszeiten! Sprechen Sie daher getrost Themen wie zum Beispiel Ferienzeiten in den KiTas, kranke Kinder, Organisationsaufwand während Tagungsaufenthalten usw. offen an. Arbeiten Sie gemeinsam einen neuen Zeitplan aus, besprechen Sie diesen und bleiben Sie auch bei einer Elternzeit ab und an in Kontakt mit ihrem Fachgebiet.